around January 19, 1941


rechtzeitig eintreffen; allgemein hört man, dass in St(uttgart) Erleichterungen eingetroffen seien. Onkel Salomon kannst, du sagen, dass sein Freund Hermann Frohmann gestern in St(uttgart) war und hofft, wenn er einen Schiffsplatz bekommt, am 25. II. abzufahren. Frau Guckenheimer bat mich, dir zu schreiben, dass du die Liseloth mal aufnehmen und ihr ein Bild schicken sollst. Sie wa ja während meiner Krankheit auch sehr hilfsbereit zu mir. Ich glaube euch schon geschrieben zu haben, dass ich streng salzlos lebe, was mir sehr gut bekommt. Heute Mittag habe Herrn Hayum von Trebur im Krankenhaus besucht , wo er an einem Bruch operiert wurde. Es ist der Schwager von Carl Levy, den ihr vor seiner Abreise damals in Trebur noch besuchtet. Hayum denkt in 3 Monaten auswandern zu können.
Liebe Mitzi, grüsse deine Eltern von mir und sage, sie sollten mich entschuldigen, dass ich nicht extra an sie schrieb, aber es strengt mich z. Z. noch ein wenig an. Sobald mich wieder besser fühle, hole das Versäumte nach. Ist aber doch gut gemeint von mir. Desgl. gilt für Onkel Salomon und Nachmann; grüsst sie ebenfalls von mir und dankt ihnen für ihre l. Zeilen und guten Wünsche in meinem Auftrage. Ich hoffe bald wieder von Euch zu hören und seid beide recht herzlich geküsst von
Eurem Vater.

Meine Lieben! Recht herzl. Dank für eure Grüsse und erwidere dieselben recht herzlich, G.s.D. Vater geht es eben ganz anständig und bin wieder aus ausquartiert in unser Schlafzimmer, denn wir haben eine Klingel machen lassen. Du, l. Martin, kannst Du begreifen, dass Vater ängstlich geworden ist; ich lasse ihn selten allein ausgehen. Gern würde in eurem Heim mal Umschau halten , nur schade, dass von unseren Sachen nichts geben können, obwohl von früher vieles fehl
Hast Du an Tante Hans geschrieben, die arme Frau muss überall dabei sein. Bleibt weiter gesund
.............................?Johanna Kossmann.

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