Firmenbriefkopf 24. I. 1937
Lieber Martin!

Ich hoffe Dich wohlauf, was G. s. D. bei uns auch der Fall ist. Frau K.(ossmann) hat dir schon alles berichtet, weshalb für mich nicht mehr viel bleibt. Heute hat sich Salli hier verabschiedet, seine Mutter und Schwester Irma waren mit. Am Donnerstag geht Else hin zum Packen; deine Stiefel bringt S(alli) mit. Am Freitag hat die ganze Familie Bangert und die Tochter besonders Grüsse für dich aufgetragen. Denke dir, Dr. Neuroth hat sich am letzten Montag wegen Grippe gelegt und bekam die Kopfgrippe, die besonders schlimm ist und hat ihn der Arzt am Freitag schon aufgegeben; er wird jedenfalls jetzt schon tot sein.
Im Geschäft ist eben wenig los. Denn es hält schwer z.Z von den Mühlen Mehl zu be- kommen, wenn es weiter so bleibt, werde zum 1. April das Geschäft abmelden.
Mit unserem Auto haben in letzter Zeit auch viel Pech; wir haben es bei Walther für Mk 300 machen lassen und acht Tage später war es wieder kaputt, was aber Walther unentgeltlich macht, da es durch sein Verschulden passiert ist. Am Freitag habe Ludwig 25 S.R(oggen)Mehl verkauft, er hat in letzter Zeit ziemlich gekauft; mit
Sch...?.. und Weyrauch stehen eben besonders gut! Den Bf. nimmt Job morgen mit nach Frankf., da am Mittwoch ein Schiff abgeht mit dem die Kölner fahren. Für heute sei noch herzl. geküßt von deinem Vater.
January 24th, 1937
Dear Martin,
I hope you're doing well, which, thank God, I can report is true for us. Frau Kossmann already told you everything, so there's not much left for me to tell. Today Sally took his leave from us, his mother and sister Irma were with him. On Friday, the whole Bangert family, and particularly the daughter, sent their greetings to you. Listen to this: Dr. Neuroth lay down last Monday with the flu, and then got some type of head flu that's particularly bad, and the doctor had already given up on him by Friday. He's surely already dead by now. 
There's little going on in the business right now. It's hard right now to get flour from the mills. If it stays this way, I'll close the business on April 1st. We've also had a lot of bad luck with our car recently; we paid Walther 300 marks for repairs, and then eight days later, it was kaputt again. Walther is fixing it for free, as it was his fault. On Friday, Ludwig bought 25 sacks of rye flour, he's bought fairly in recent times. Things are particularly good with Sch[?] and Weyrauch. Job's taking this letter to Frankfurt, since a ship leaves on Wednesday with the Colognians. For today, warm greetings from your Father.
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