Letter from Emil, October 4, 1936




Briefkopf der Firma     4. Oktober 1936

No 13


Lieber Martin,

Am 1. Feiertag erhielten deinen Bf. Nr. 11 und wie immer sehr damit gefreut und wie daraus entnahm, triffst du in America mehr Verwandte und Bekannte als wir hier in D(eutschland); aber sicherlich freust du dich doch mit Jedem, den du drinnen kennen lernst. Gestern Abend kam Karl K(ahn) von Stuttgart zurück und ist er und Ernst glatt durchgekommen, wie er sagte, sind von 60 Leuten 29 nicht zur Ausreise zugelassen worden. Karl will am 4.Nov. auf's Schiff gehen und gebe ihm dein Armband und wenn bis dahin das Zeißglas habe, das Job am Donnerstag in Wiesbaden bestellt hat, mit. Du fragst nach den Ratenzahlern, worauf dir mitteilen kann, daß dieselben eben ganz schoen zahlen. Engeroff und Hauf haben ausbezahlt. Großjohann, Krug, Dingeldey, N. Ewald, P. Schwarz, Haider etc. zahlen pünktlich ihre Monatsraten. Scherer sage diese Woche zu Job, daß wir in aller Kürze die 2 Mille (= 2000 M) von seinem Schwager bekämen, da er sich jetzt verheiraten würde. Barthel muß am 19. ? zahlen; sein Sohn hat das Haus gekauft. Schulmaier und Wust habe Neuroth? gegeben. Wust schrieb, daß er jemand gefunden hätte, der ihm das Geld geben würde, wenn wir mit 4 Mille (=4000 M) die ganze Schuld als erledigt betrachteten würden, was aber nicht einging; ich habe mich mit 5 M (=5000 M) einverstanden erklärt, wobei immer noch 600 M verlieren würde. Gg.(Georg) Luley will auch in den ersten Wochen sein Konto glatt stellen. Rol. Werner will dieser Tage zahlen. Gazzory? sagte auch zu Job, daß er nach Amerika wollte er bliebe nicht in ? und will der auch schreiben; deine Adresse habe ihm gegeben. Da ist sonst nichts Neues weiss[?], sei für heute noch recht herzl. geküsst v. d. Vater. Die letzte Hauswart[?] von Frau Hamen[?] bekomme auch noch diesen Monat.



October 4th, 1936

Number 13

Dear Martin,
We received your letter number 11 on the first holiday, and as usual, enjoyed it very much, and we understand from it that you're meeting with more of our relatives and friends than we are here in Germany! But I'm sure you get excited each time you meet up with someone over there. Yesterday evening Karl Kahn returned from Stuttgart and both he and Ernst got through smoothly; he reported that 29 of the 60 people weren't permitted to exit. Karl wants to take the November 4th sailing, and I'll give him your watch strap and if I have it by then, also the Zeiss lens, that Job ordered on Thursday in Wiesbaden. You asked about the rate payers, and I can share with you that they are paying up. Engeroff and Hauf have paid. Großjohann, Krug, Dingeldey, N. Ewald, P. Schwarz, Haider etc. are paying their monthly rates on time. Scherer said this week to Job that we'll get the two thousand Marks from his brother-in-law, as he's getting married. Barthel must pay on the 19th, his son bought the house. Schulmaier and Wust gave to Neuroth. Wust wrote that he found someone who would give him the money, if we were willing to take four thousand and consider the whole debt paid, but that won't work. I told him I'd be willing for five thousand, whereby I'd still lose 600 Marks. Georg Luley also wants to get his account in order in the first weeks. Rol. Werner wants to pay this day. Gozzory also told Job that he wants to go to America, he won't stay in ? and wants to write her, I gave him your address. Otherwise I know nothing new; for today, another big kiss from your Father.

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